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Matzinger versucht sich als Triathlet
06.09.2017
Auf ungewohntem Terrain bewegt sich derzeit Sport Team Kornspitz-Athlet Günther Matzinger. Der 400m-Goldmedaillengewinner der Para-WM 2017 nimmt am Wochenende seinen zweiten Triathlon in Angriff.
Auf ungewohntem Terrain bewegt sich derzeit Sport Team Kornspitz-Athlet Günther Matzinger. Der 400m-Goldmedaillengewinner der Para-WM 2017 nimmt am Wochenende seinen zweiten Triathlon in Angriff.

Nach seinem Triathlon-Debüt vor zwei Wochen am Kärntner Faakersee, startet der zweifache Paralympics-Goldmedaillengewinner am kommenden Wochenende beim Schönberg Achtelman Triathlon in Niederösterreich. „Nein, ich peile in Zukunft keine Karriere als Triathlet an“, lacht der 30-Jährige Tamsweger. „Ich wollte nach der Saison einfach mal etwas Anderes machen. Und da ich im Winter aufgrund meiner Achillessehnenverletzung bereits viel Ausdauertraining betrieben habe, hat sich das perfekt ergeben.“

Der amtierende Weltmeister von London über 400m startet aufgrund seines Handicaps daher auch nur auf kurzen Triathlon-Distanzen. In Schönberg, dem Heimatort seines Trainers Edi Holzer, werden es 300m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen sein. „Laufen und Radfahren sind nicht die große Schwierigkeit, beim Schwimmen trage ich aber eine Prothese und verliere deshalb auf die Konkurrenz schon einiges an Boden.“

Im Vordergrund stehen für ihn beim Abenteuer Triathlon aber ohnehin Spaß und Abwechslung. „Ich mache seit 15 Jahren den selben Sport. Deshalb schadet es nicht in der Zwischensaison einen neuen sportlichen Reiz zu suchen. Das ist auch gut für den Kopf“, glaubt Matzinger, der sich nach lediglich einer Woche Urlaub bereits wieder im Trainings-Modus befindet.

Das Resümee der abgelaufenen Saison fällt bei ihm mehr als zufriedenstellend aus. „Mit WM-Gold hätte ich niemals gerechnet. Die Saison hat aufgrund meiner Verletzungsprobleme schwach begonnen, aber stark geendet. Ich konnte ja nur 12 Wochen gescheit auf die Weltmeisterschaft hintrainieren und anfangs habe nicht geglaubt, dass ich überhaupt konkurrenzfähig bin. Deshalb war die Goldmedaille mehr als ich mir je erträumt hätte.“


Foto © Thomas Kaserer

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