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Ruprecht trotz Bänderriss EM-15.
03.06.2018
Nicht zu fassen! Nicol Ruprecht holte am Sonntag bei der Europameisterschaft in Rhythmischer Gymnastik in Spanien trotz Bänderriss Platz 15. Es ist das beste EM-Resultat der Kornspitz Sport Team-Athletin.
Nicht zu fassen! Nicol Ruprecht holte am Sonntag bei der Europameisterschaft in Rhythmischer Gymnastik in Spanien trotz Bänderriss Platz 15. Es ist das beste EM-Resultat der Kornspitz Sport Team-Athletin.

„Das war mein emotionalster Wettkampf überhaupt!“, sagte die 25-jährige Österreicherin – sie war die „älteste“ des Feldes – nach Platz 15 im EM-Mehrkampffinale von Guadalajara.

Mit zumindest einem abgerissenen Band im linken Sprunggelenk gelangen Nicol Ruprecht bei der Europameisterschaft vier fehlerfreie Küren und ihr bislang bestes EM-Resultat.

Gold ging an Russlands Arina Averina deutlich vor ihrer Zwillingsschwester Dina Averina und der Weißrussin Katsiaryna Halkina.

Die Pechserie von Nicol Ruprecht hatte sich bei dieser EM fortgesetzt. Bei der WM 2017 hatte Ruprecht mit einem gebrochenen Finger zu kämpfen. Dennoch gelang ihr damals in Pesaro die Finalqualifikation und Platz 23. Später folgte ein Bandscheibenvorfall, der lange kein volles Training zuließ.

Für das Top24-EM-Mehrkampffinale 2018 hatte sich Ruprecht bei der vorangegangenen EM im Mai 2017 qualifiziert. Doch kaum in Guadalajara angekommen, überknöchelte die in Wien lebende Tirolerin schwer. Angesichts des dick geschwollenen Sprunggelenks schien ein EM-Start vorerst ungmöglich. Doch mit intensiver Physiotherapie durch die Spezialisten des russischen Teams tat sich trotz der Diagnose „multipler Bänderriss“ ein Hoffnungsfenster auf.

Beim EM-Podiumstraining am Samstag konnte Nicol Ruprecht noch nicht voll abspringen. Im Wettkampf selbst erwies sie sich allerdings einmal mehr als Kämpfernatur:

„Ich hätte vorher nicht gedacht, dass ich diesen Wettkampf gegen mich selbst wirklich schaffe. Aber ich habe, Gott und meiner Trainerin sei Dank, die Nerven behalten“, war Ruprecht „eigentlich sprachlos, was heute passiert ist. Ich möchte mich ganz herzlich bei der russischen Teamführung bedanken, die alles Menschenmögliche für mich getan hat.“

Foto von Nicol Ruprecht im EM-Mehrkampffinale in Guadalajara © Ulrich Faßbender/ÖFT

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