Aktuelles
Ernährungstipp: Ernährung im Alter
20.04.2011

Da sich die Bevölkerungsstruktur in Mitteleuropa in den letzten Jahrzehnten aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung zu einem höheren Anteil älterer Menschen verschoben hat, kommt der Ernährung dieser Bevölkerungsgruppe eine stetig wachsende Aufmerksamkeit zu. In unserem aktuellen Ernährungstipp werden wir die körperlichen Veränderungen im Alter und die daraus resultierenden Anforderungen an die Ernährung erläutern.
Fragt man Personen, was „Alter“ bedeutet, so sind die Antworten höchstwahrscheinlich sehr unterschiedlich.
Auf Grundlage der körperlichen und geistig-seelischen Fähigkeiten sowie der Bedürfnisse ist eine Einteilung der Personen ab 60 Jahren in vier Gruppen möglich. Die erste Gruppe, die jungen Alten, sind aktive Senioren, die gegenüber Neuerungen aufgeschlossen sind. Ihnen folgen die gesunden Traditionalisten, die sich primär konservativ verhalten. Die hilfsbedürftigen Personen bilden die dritte Gruppe. Die letzte Kategorie stellen die pflegebedürftigen Senioren dar.
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Körperzusammensetzung. Die Abnahme der fettfreien Körpermasse ist eine besonders deutliche Veränderung während des Alterungsprozesses. Damit verbunden ist auch die Verminderung des Gesamtkörperwassers bei alten Menschen. Sie macht nur noch ca. 50 % des Körpers aus im Vergleich zu
60 bis 65 % bei jüngeren Erwachsenen. So läst sich z. B. das Faltigwerden der Haut erklären.
Die Muskelmasse sinkt im Laufe des Lebens um etwa 40 % im Vergleich zu jüngeren Menschen. Die Folge: Die körperliche Leistungsfähigkeit verringert sich im höheren Alter mehr und mehr, die Mobilität lässt langsam nach, alltägliche Aktivitäten, wie die eigene Haushaltsführung, sind erschwert und das Sturzrisiko steigt. Außerdem werden die Eiweiß- und Kohlenhydratreserven der Muskeln kleiner, das Immunsystem ist nicht mehr so stark und der ältere Mensch ist anfälliger für Stress und Krankheiten.
Auch der Energiebedarf verringert sich deutlich, so dass bei gleichbleibender Nahrungsaufnahme die Gefahr von Übergewicht besteht. So nimmt bei Männern der Grundumsatz zwischen dem 25. und 75. Lebensjahr um etwa 20 % bzw. 375 kcal/Tag ab, bei Frauen um etwa 15 % bzw. 200 kcal/Tag. Liegt die aufgenommene Nahrungsmenge unter dem Bedarf, kommt es zu Unterernährung.
Im Alter sinkt zudem die Knochenmasse, was langsam zu Osteoporose führen kann. Insbesondere für Frauen besteht im Alter ein erhöhtes Osteoporoserisiko, da der Knochenabbau bei niedrigem Östrogenspiegel (nach der Menopause) beschleunigt ist. Gefördert wird dieser Abbau oft durch eine zu geringe Aufnahme von Calcium mit der Nahrung, zu wenig Bewegung und eine verminderte Bildung von Vitamin D in der Haut, da sich Senioren zu selten in der Sonne aufhalten.
Die Abnahme der Muskel- und Knochensubstanz zeigt sich nicht zwangsläufig als Gewichtsabnahme, da gleichzeitig die Fettmasse zunimmt. Dies begünstigt Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus Typ 2, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck, die ein steigendes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko mit sich bringen.
Das Lebergewicht nimmt im Alter von etwa 1500 g beim jungen Erwachsenen auf etwa
1000 g ab. Zusätzlich belastet wird die Leber durch regelmäßigen Alkoholkonsum und die regelmäßige Einnahme mehrerer Medikamente.
Im Alter vermindert sich auch das Durstempfinden, sodass die Gefahr einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr gegeben ist.
Von Veränderungen im Gastrointestinaltrakt (Magen-Darmtrakt) ist insbesondere der Dickdarm betroffen. Eine verminderte Elastizität der Darmwände und andere Faktoren können zu Obstipation (Verstopfung) führen.
Erhebliche Risikofaktoren für Mangelernährung sind Kau- und Schluckbeschwerden. Die Kaufunktion ist häufig durch Zahnverlust und nicht zufriedenstellenden Zahnersatz sowie reduzierte Speichelsekretion beeinträchtigt. Zu Schluckbeschwerden kann es durch die nachlassende Muskelkraft der Speiseröhre kommen. Die Folge ist, dass bevorzugt Nahrungsmittel verzehrt werden, die ballaststoff- und nährstoffarm sind, was langfristig zu weiterer Verminderung der Speichelsekretion, Zahnschäden, Mangelernährung und Obstipation führen kann.
Ebenso weisen ältere Menschen im Vergleich zu jüngeren einen schwächeren Geschmacks- und Geruchssinn auf, wodurch sich die häufige Appetitlosigkeit im Alter zumindest teilweise erklären lässt.
Der österreichischen Ernährungsbericht zeigte, dass der Richtwert für die Energiezufuhr im Durchschnitt von Frauen und Männern gleichermaßen zu zwei Drittel erreicht wurde. Die durchschnittliche Relation der Hauptnährstoffe zeigte eine erhöhte Fettzufuhr zu Lasten der Kohlenhydrat- bzw. Ballaststoffzufuhr. Neben der Quantität war auch die Fettzufuhr kritisch zu bewerten: der Anteil an gesättigten Fettsäuren überstieg den Referenzwert um fast zwei Drittel.
In der älteren Bevölkerung konnte eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D, Folsäure, Calcium, Magnesium und bei Männern Vitamin A beobachtet werden. Als Risikogruppen innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe haben sich insbesondere Männer und Bewohner von Pensionistenwohnhäusern herausgestellt.
Eine deutlich erhöhte Zufuhr an Kochsalz und Zucker lässt ein ungünstiges Ernährungsverhalten vermuten. Gleichzeitig ist mit zunehmendem Alter ein Trend zu Untergewicht zu beobachten.
Die Zufuhr an Nahrungsenergie und Protein liegt weitgehend im Bereich der Empfehlungen. Die Fettzufuhr ist mit etwa 40 % der aufgenommenen Nahrungsenergie jedoch deutlich zu hoch. Dies sollte vor allem durch die Reduzierung des Fettanteils, insbesondere in Form von versteckten Fetten, erfolgen.
Der Proteinbedarf sollte möglichst mit dem Verzehr von Getreideprodukten, Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Fisch gedeckt werden, da Lebensmittel wie Eier, Fleisch und Wurst in der Regel hohe Mengen an Cholesterin, Purinen und gesättigten Fettsäuren enthalten.
Im Allgemeinen zu niedrig ist die Ballaststoffzufuhr älterer Menschen, was u. a. auf die verminderte Kaufähigkeit zurückgeführt werden kann.
Der tägliche Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, essenziellen Amino- und Fettsäuren dagegen nimmt in der Regel nicht ab, sondern bleibt konstant. Bei einigen Mikronährstoffen – Vitamin C, D und Calcium – ist der Bedarf im Alter sogar erhöht. Daraus folgt: Die Nährstoffdichte der Ernährung muss steigen, um den Bedürfnissen gerecht zu werden.
Dies könnte durch eine Optimierung der Menüzusammenstellung erreicht werden.
Mangelernährung trifft vor allem Kranke und Pflegebedürftige. Bei der Generation 60+ erhöht ein Gewichtsverlust die Sterblichkeit erheblich. Denn Fehl- und/oder Unterernährung gehen mit einem geschwächtem Immunsystem, abnehmender Muskelkraft und Bewegungsfähigkeit einher und bedingen prä- und postoperative Komplikationen (vor und nach der Operation).
Die Gründe für einen Gewichtsverlust sind vielschichtig: sinkender Appetit, veränderte soziale Gegebenheiten und – das ist die Hauptursache für verringerte Nahrungsaufnahme – Depressionen. Auch chronische Krankheiten sowie Demenz und motorische Beeinträchtigungen sind potenzielle Auslöser von Mangelernährung. Können nur noch kleine Portionen gegessen werden, sind Nährstoff- und Energiedichte wesentlich.
Besonders für ältere Menschen ist ein guter Ernährungsstatus von entscheidender Bedeutung. Jede und jeder kann durch eine ausgewogene Ernährung die Qualität seiner späten Lebensjahre verbessern. Zwei Schlüsselfaktoren sind: bedarfsgerechtes Essen, das schmeckt, und muskelerhaltende Bewegung im Alter.
Wenn Sie sich näher mit dem Thema Ernährung im Alter beschäftigen wollen, empfehlen wir Ihnen diesmal die Website www.umweltbildung.at/cms/download/1354.pdf
Allgemeine Informationen zu „Gender in der Ernährung“ finden Sie unter www.was-esse-ich.de/uploads/media/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf
Wenn Sie Fragen, Wünsche, Anregungen oder Tipps haben, steht Ihnen auch das Kornspitz®-Team gerne zur Verfügung. Schreiben Sie ein Mail an info@kornspitz.com
Mag. Gerda Reimann-Dorninger
Ernährungswissenschafterin
Definition Alter
Fragt man Personen, was „Alter“ bedeutet, so sind die Antworten höchstwahrscheinlich sehr unterschiedlich.
Auf Grundlage der körperlichen und geistig-seelischen Fähigkeiten sowie der Bedürfnisse ist eine Einteilung der Personen ab 60 Jahren in vier Gruppen möglich. Die erste Gruppe, die jungen Alten, sind aktive Senioren, die gegenüber Neuerungen aufgeschlossen sind. Ihnen folgen die gesunden Traditionalisten, die sich primär konservativ verhalten. Die hilfsbedürftigen Personen bilden die dritte Gruppe. Die letzte Kategorie stellen die pflegebedürftigen Senioren dar.
Physiologische Veränderungen
Mit zunehmendem Alter verändert sich die Körperzusammensetzung. Die Abnahme der fettfreien Körpermasse ist eine besonders deutliche Veränderung während des Alterungsprozesses. Damit verbunden ist auch die Verminderung des Gesamtkörperwassers bei alten Menschen. Sie macht nur noch ca. 50 % des Körpers aus im Vergleich zu
60 bis 65 % bei jüngeren Erwachsenen. So läst sich z. B. das Faltigwerden der Haut erklären.
Die Muskelmasse sinkt im Laufe des Lebens um etwa 40 % im Vergleich zu jüngeren Menschen. Die Folge: Die körperliche Leistungsfähigkeit verringert sich im höheren Alter mehr und mehr, die Mobilität lässt langsam nach, alltägliche Aktivitäten, wie die eigene Haushaltsführung, sind erschwert und das Sturzrisiko steigt. Außerdem werden die Eiweiß- und Kohlenhydratreserven der Muskeln kleiner, das Immunsystem ist nicht mehr so stark und der ältere Mensch ist anfälliger für Stress und Krankheiten.
Auch der Energiebedarf verringert sich deutlich, so dass bei gleichbleibender Nahrungsaufnahme die Gefahr von Übergewicht besteht. So nimmt bei Männern der Grundumsatz zwischen dem 25. und 75. Lebensjahr um etwa 20 % bzw. 375 kcal/Tag ab, bei Frauen um etwa 15 % bzw. 200 kcal/Tag. Liegt die aufgenommene Nahrungsmenge unter dem Bedarf, kommt es zu Unterernährung.
Im Alter sinkt zudem die Knochenmasse, was langsam zu Osteoporose führen kann. Insbesondere für Frauen besteht im Alter ein erhöhtes Osteoporoserisiko, da der Knochenabbau bei niedrigem Östrogenspiegel (nach der Menopause) beschleunigt ist. Gefördert wird dieser Abbau oft durch eine zu geringe Aufnahme von Calcium mit der Nahrung, zu wenig Bewegung und eine verminderte Bildung von Vitamin D in der Haut, da sich Senioren zu selten in der Sonne aufhalten.
Die Abnahme der Muskel- und Knochensubstanz zeigt sich nicht zwangsläufig als Gewichtsabnahme, da gleichzeitig die Fettmasse zunimmt. Dies begünstigt Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus Typ 2, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck, die ein steigendes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko mit sich bringen.
Das Lebergewicht nimmt im Alter von etwa 1500 g beim jungen Erwachsenen auf etwa
1000 g ab. Zusätzlich belastet wird die Leber durch regelmäßigen Alkoholkonsum und die regelmäßige Einnahme mehrerer Medikamente.
Im Alter vermindert sich auch das Durstempfinden, sodass die Gefahr einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr gegeben ist.
Von Veränderungen im Gastrointestinaltrakt (Magen-Darmtrakt) ist insbesondere der Dickdarm betroffen. Eine verminderte Elastizität der Darmwände und andere Faktoren können zu Obstipation (Verstopfung) führen.
Erhebliche Risikofaktoren für Mangelernährung sind Kau- und Schluckbeschwerden. Die Kaufunktion ist häufig durch Zahnverlust und nicht zufriedenstellenden Zahnersatz sowie reduzierte Speichelsekretion beeinträchtigt. Zu Schluckbeschwerden kann es durch die nachlassende Muskelkraft der Speiseröhre kommen. Die Folge ist, dass bevorzugt Nahrungsmittel verzehrt werden, die ballaststoff- und nährstoffarm sind, was langfristig zu weiterer Verminderung der Speichelsekretion, Zahnschäden, Mangelernährung und Obstipation führen kann.
Ebenso weisen ältere Menschen im Vergleich zu jüngeren einen schwächeren Geschmacks- und Geruchssinn auf, wodurch sich die häufige Appetitlosigkeit im Alter zumindest teilweise erklären lässt.
Ernährungsbericht 2008
Der österreichischen Ernährungsbericht zeigte, dass der Richtwert für die Energiezufuhr im Durchschnitt von Frauen und Männern gleichermaßen zu zwei Drittel erreicht wurde. Die durchschnittliche Relation der Hauptnährstoffe zeigte eine erhöhte Fettzufuhr zu Lasten der Kohlenhydrat- bzw. Ballaststoffzufuhr. Neben der Quantität war auch die Fettzufuhr kritisch zu bewerten: der Anteil an gesättigten Fettsäuren überstieg den Referenzwert um fast zwei Drittel.
In der älteren Bevölkerung konnte eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D, Folsäure, Calcium, Magnesium und bei Männern Vitamin A beobachtet werden. Als Risikogruppen innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe haben sich insbesondere Männer und Bewohner von Pensionistenwohnhäusern herausgestellt.
Eine deutlich erhöhte Zufuhr an Kochsalz und Zucker lässt ein ungünstiges Ernährungsverhalten vermuten. Gleichzeitig ist mit zunehmendem Alter ein Trend zu Untergewicht zu beobachten.
Nährstoffbedarf
Die Zufuhr an Nahrungsenergie und Protein liegt weitgehend im Bereich der Empfehlungen. Die Fettzufuhr ist mit etwa 40 % der aufgenommenen Nahrungsenergie jedoch deutlich zu hoch. Dies sollte vor allem durch die Reduzierung des Fettanteils, insbesondere in Form von versteckten Fetten, erfolgen.
Der Proteinbedarf sollte möglichst mit dem Verzehr von Getreideprodukten, Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Fisch gedeckt werden, da Lebensmittel wie Eier, Fleisch und Wurst in der Regel hohe Mengen an Cholesterin, Purinen und gesättigten Fettsäuren enthalten.
Im Allgemeinen zu niedrig ist die Ballaststoffzufuhr älterer Menschen, was u. a. auf die verminderte Kaufähigkeit zurückgeführt werden kann.
Der tägliche Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, essenziellen Amino- und Fettsäuren dagegen nimmt in der Regel nicht ab, sondern bleibt konstant. Bei einigen Mikronährstoffen – Vitamin C, D und Calcium – ist der Bedarf im Alter sogar erhöht. Daraus folgt: Die Nährstoffdichte der Ernährung muss steigen, um den Bedürfnissen gerecht zu werden.
Dies könnte durch eine Optimierung der Menüzusammenstellung erreicht werden.
Mangelernährung
Mangelernährung trifft vor allem Kranke und Pflegebedürftige. Bei der Generation 60+ erhöht ein Gewichtsverlust die Sterblichkeit erheblich. Denn Fehl- und/oder Unterernährung gehen mit einem geschwächtem Immunsystem, abnehmender Muskelkraft und Bewegungsfähigkeit einher und bedingen prä- und postoperative Komplikationen (vor und nach der Operation).
Die Gründe für einen Gewichtsverlust sind vielschichtig: sinkender Appetit, veränderte soziale Gegebenheiten und – das ist die Hauptursache für verringerte Nahrungsaufnahme – Depressionen. Auch chronische Krankheiten sowie Demenz und motorische Beeinträchtigungen sind potenzielle Auslöser von Mangelernährung. Können nur noch kleine Portionen gegessen werden, sind Nährstoff- und Energiedichte wesentlich.
Tipps fürs Alter
- Muskeltraining: Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Erhaltung der Muskelmasse und Verringerung der Fetteinlagerung ist Krafttraining. Ausdauertraining bringt rein für den Muskelerhalt oder -aufbau leider wenig. So hatten Ausdauerathleten in einer Studie dieselbe magere Körpermasse und Muskelkraft wie ihre unsportliche, altersangepasste Kontrollgruppe. Krafttraining ist also ein Schlüsselfaktor zum Erhalt der Muskelmasse und Verhinderung von Sarkopenie im Alter (Muskelabbau). Fortschreitender Abbau von Knochenmasse führt schließlich dazu, dass auch die Verletzungsfolgen immer schwerwiegender werden. Ein Oberschenkelhalsbruch im Alter ist oft die Eintrittspforte ins Pflegestadium. Interessanterweise scheint auch der Vitamin-D-Status mit der Muskelmasse zusammenhängen.
- Kautätigkeit: Kaubeschwerden erfordern oft küchentechnische Maßnahmen wie Zerkleinerung oder Pürieren.
- Flüssigkeitszufuhr: Bei alten Menschen muss man zusätzlich besonders auf die Flüssigkeitszufuhr achten. Durch das nachlassende Durstempfinden trinken viele ältere Menschen zu wenig. Angst vor (nächtlichen) Toilettengängen, Prostatabeschwerden oder Inkontinenz verführen darüber hinaus zur Einschränkung der Trinkmenge. Trinktraining, geschmacklich attraktive Getränke und ein leichter Zugang zu Getränken sind praktische Ansätze.
- Soziale Kontakte: Fehlt die familiäre Unterstützung, sinkt die ausreichende Ernährungsversorgung mit dem Grad der wahrgenommenen Einsamkeit. Wobei zwischen „einsam sein“ und „allein sein“ unterschieden werden muss, weil die Qualität einer Beziehung in aller Regel wichtiger ist als die Anzahl der sozialen Kontakte. Einen Ausgleich zu realen sozialen Kontakten scheint der Fernsehapparat zu bieten. Alleinlebende, die während der des Essens fernsehen, essen ausgewogener, so die Ergebnisse einer Studie zum Einfluss des Ambientes auf die Lebensmittelauswahl.
Fazit
Besonders für ältere Menschen ist ein guter Ernährungsstatus von entscheidender Bedeutung. Jede und jeder kann durch eine ausgewogene Ernährung die Qualität seiner späten Lebensjahre verbessern. Zwei Schlüsselfaktoren sind: bedarfsgerechtes Essen, das schmeckt, und muskelerhaltende Bewegung im Alter.
Wenn Sie sich näher mit dem Thema Ernährung im Alter beschäftigen wollen, empfehlen wir Ihnen diesmal die Website www.umweltbildung.at/cms/download/1354.pdf
Allgemeine Informationen zu „Gender in der Ernährung“ finden Sie unter www.was-esse-ich.de/uploads/media/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf
Wenn Sie Fragen, Wünsche, Anregungen oder Tipps haben, steht Ihnen auch das Kornspitz®-Team gerne zur Verfügung. Schreiben Sie ein Mail an info@kornspitz.com
Mag. Gerda Reimann-Dorninger
Ernährungswissenschafterin